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Beiträge zur Geschichte der Schifffahrt

Die Elbe und ihre Nebenflüsse dienten seit dem Beginn der Besiedlung als Verkehrs- und Handelswege. Die Ortschaft Asfleth (Asvlet) an der Elbe wird im 12. Jahrhundert und bis zu ihrem Untergang Ende des 14. Jahrhunderts einen Landeplatz gehabt haben. Boote zum Fischfang werden ganz sicher vorhanden gewesen sein. Als die Uferdünen der Elbe durch Erosion und Sturmfluten abgetragen wurden und Asfleth aufgegeben wurde, lag Kollmar direkt am Wasser. Der 1300 erstmals erwähnte Ort übernahm Asfleths Funktion, auch als Landeplatz für Schiffe. Mit dem Bau von Deichen und Entwässerungssystemen ab dem 12. Jahrhundert begann ein wirtschaftliches Wachstum in der Kollmarer Marsch. An den Ausläufen der Schleusen in Kollmar und Bielenberg entstanden Lösch- und Ladeplätze für die Ein- und Ausfuhr von Gütern. Die Bezeichnung als Häfen taucht erstmals für das Jahr 1676 auf. In den Deichkarten des Majors C.G. von Dilleben von 1761 findet sich die älteste kartografische Darstellung vom „Colmar Hafen“ und „Bielenberger Haven“. Ihre Entwicklung wird auf der Seite „Über die Häfen in Kollmar“ näher behandelt. Urkundliche Nachweise über Kollmarer Schiffer gibt es ab Ende des 17. Jahrhunderts im Bürgerbuch der Stadt Glückstadt. Von 1768 bis 1806 beteiligte sich eine Kompagnie von Kollmarer Reedern mit der Bark „Kleen Collmar“ an der Grönlandfahrt, wie der Walfang und Robbenschlag bezeichnet wurde. Auch einige Kommandeure, Steuerleute und Mannschaftsmitglieder anderer Walfänger aus dem Elbegebiet kamen aus Kollmar. Anfang des 18. Jahrhunderts mehren sich die Nachrichten über hiesige Schiffer, Kapitäne und Seeleute. Das 19. Jahrhundert war die Blütezeit der Küstenschifffahrt in unserem Ort. Nicht immer war Kollmar aber der Heimathafen der Frachtsegler, denn der Liegeplatz reichte nicht für Alle und Fracht bekam man eher in den großen Häfen. Einige große Segelschiffe befuhren auch das Nordmeer oder kreuzten über den Atlantik nach Nord-, Mittel- und Südamerika, sogar bis in den Pazifik. Ende des 19. Jahrhundert machte die Dampfschifffahrt den Segelschiffern zunehmend Konkurrenz. Auch wurden die Straßen ausgebaut. Der 1. Weltkrieg war ein weiterer Grund für den Niedergang der Küstensegler, den in Kollmar nur wenige eiserne Schiffe überlebten. Sie wurden in den 1920er Jahren zu Motorseglern umgebaut. Trotz der technischen Umbrüche, Kriege und Wirtschaftskrisen des 20. Jahrhunderts war die Schifffahrt in Kollmar weiterhin ein Wirtschaftsfaktor. Kleine Reedereien wurden gegründet, die sich teils zu leistungsfähigen mittelständischen Unternehmen entwickelten, die noch heute existieren. Einige Beiträge über die Schifffahrt in Kollmar finden sich in den folgenden PDF-Dateien. (UB)